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"Den Worten müssen Taten folgen"

Ausstellung "Energiewende" und Fachvorträge im Rathaus Poppenhausen

 

Im November 2015 haben die Vertreter aus 195 Staaten ein neues Klimaabkommen unterzeichnet. Angela Merkel äußerte sich hierzu mit den Worten: "Mit dem heute verabschiedeten Klimavertrag hat sich zum ersten Mal die gesamte Weltgemeinschaft zum Handeln verpflichtet – zum Handeln im Kampf gegen die globale Klimaveränderung".

Wie dieses Handeln in der Allianz Oberes Werntal, in den Gemeinden Poppenhausen/Niederwerrn bzw. bei jedem Einzelnen von uns aussehen kann, ist seit zwei Jahren Thema bei der Energiegenossenschaft Oberes Werntal eG.

Aus diesem Grund haben wir zusammen mit der Gemeinde Poppenhausen vom 11.01. bis zum 15.01.2016 die Wanderausstellung „Energiewende“ des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) im Foyer des Rathauses von Poppenhausen präsentiert. Die Ausstellung beschreibt den Energiedreisprung der Energiewende: „Energiesparen“, „Energieeffizienz erhöhen“ und die „Nutzung erneuerbarer Energien“. Einblicke in diese Bereiche konnten die Besucher an den verschiedenen Mitmachstationen gewinnen.

Um die Chancen und Schwierigkeiten der anstehenden notwendigen Veränderung für unsere Region aufzuzeigen, war die Ausstellung von zwei Fachvorträgen im Rathaus von Poppenhausen begleitet.

Am Montag, 11. Januar 2016, nahm Herr Bernhard Bedenk, der bei der Unterfränkischen Überlandzentrale eG (ÜZ) im Bereich Energie und Umwelt tätig ist, den „Stand der Energiewende - Nutzung der regenerativen Energiemengen in der Region“ unter die Lupe. Dabei erfuhren die etwa 30 Zuhörer, in welchem Umfang bereits regenerative Energien im Versorgungsgebiet der ÜZ eine Rolle spielen und wo dadurch auch Probleme für den Versorger entstehen. Herr Bedenk erklärte, wie sein Unternehmen diese Herausforderungen annimmt und Lösungen umsetzt. Eine wichtige Rolle für die Grundversorgung spielen die Biogasanlagen, deren Einsatz jedoch intelligenter gesteuert werden muss. "Power to Heat" und die Elektromobilität sind ebenfalls wichtige Elemente der Energiewende, die integriert werden müssen. In einer angeregten Diskussion am Ende tauschten die interessierten Anwesenden ihre Ansichten aus, wobei man sich weitestgehend einig war, dass eine regionale Lösung anzustreben sei.

Am Mittwoch, 13. Januar 2016, griff Herr Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerke Haßfurt, diese regionalen Lösungsansätze in seinem Vortrag „Rekommunalisierung und Direktvermarktung von auf Gemeindegebieten erzeugtem Strom aus Erneuerbaren-Energieanlagen (Wind, PV etc.)“ auf und zeigte neben den von Herrn Bedenk genannten Beispielen weitere auf. Hier ist das Kaltwärmenetz zu nennen, welches in Haßfurt umgesetzt wurde. Ein wichtiger Aspekt einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende ist die intelligente Anpassung des Verbrauchs an die Produktion von Strom. Bei der Einführung solcher intelligenter Netze mittels Smartmetering ist Haßfurt Vorreiter. Die im Moment größte Herausforderung der Energiewende ist die Speicherung von Energie. Die Stadtwerke Haßfurt planen in diesem Bereich für dieses Jahr die Errichtung einer "Power to Gas"-Anlage zusammen mit "Greenpeace Energy". In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass für die regionale Umsetzung der Energiewende die kommunalen Netze der Schlüssel zum Erfolg sind.